Die Geschichte…

…über mich und diesen Blog.

Ich bin Alexandra, Ü30, wohne mit meiner Familie im wunderschönen Oberösterreich und mein Mann ist an Lungenkrebs gestorben.

Das Leben lief super, wir haben Ende 2013 in einem idyllischen Dorf ein super schönes Holzhaus gebaut. Unsere Kinder sind noch ziemlich klein, aber pumperl gsund. Mein Mann hatte eine prima Arbeitsstelle und ich durfte, bzw. darf bei allen Kindern zu Hause bleiben und sie in ihren ersten Jahre betreuen. Was ich auch gerne mache.

Wie das Leben aber so läuft, kann es auch schief laufen. Ein Jahr lang hatte mein Mann immer wieder Lungenentzündung, dann Schmerzen im Rücken. Die Diagnose im Oktober 2016 hieß Lungenkrebs im Endstadium, keine Heilung, nur Linderung der Symptome möglich. Bam!

Bei ihm hat keine Therapie gefruchtet und der Krebs wuchs weiter vor sich hin. Mein Mann wurde zusehends schwächer, auch mutloser. Die Schmerzen und die Krankheit nahmen sein und unser ganzes Leben und unsere Kraft in Anspruch. Bis er im August 2017 erlöst wurde.

Warum ich das schreibe? Eine traurige Geschichte auf einem Foodblog?

Die Krankheit therapieren oder gar heilen, liegt mit Sicherheit außerhalb meiner Möglichkeiten.  Aber ich wollte meinem Mann die best mögliche Umsorgung bieten, die er brauchte. Ich wollte ihm helfen, wieder körperlich mehr Kraft und Ausdauer zu bekommen. Ernährung spielt eine so wahnsinnig wichtige Rolle in der Prävention von Krebs als auch bei Erkrankung selbst, es ist unglaublich!

Nur wird einem das nicht gesagt. Weder von den behandelnden Ärzten, noch vom Krankenhauspersonal. Es scheint sich (zumindest bei uns) niemand damit zu beschäftigen, ob es wichtig  und unterstützend wirkt, was ich esse. Immerhin arbeitet der Körper damit, oder?

Aus diesem Grund, werde ich mich auf meinem Blog mit Ernährung & Lifestyle als Prävention auseinandersetzen und meine Erfahrungen/Wissen und Rezepte weiter geben. Vielleicht hilft es jemandem weiter.

Und trotz allem, trotz dem Kummer, trotz der Angst und trotz der Sorgen, Essen soll Genuss sein! Kleine Auszeiten, Ruheinseln, Genussmomente, die jeden Tag ein bisschen schöner machen. Zumindest ist das bei mir so. Aber ich bin auch Foddbloggerin.

Denn was bei mir von dieser ganzen Erfahrung mit Krankheit und Tod doch arg hängen blieb, ist die Angst. Ein wenig Angst schwingt seither immer mit. Bei den Kindern, ob sie lang gesund bleiben. Bei mir, wie lang ich noch habe, oder ob eines Tages eines der alltäglichen Zipperlein sich als Todesengel herausstellt. Überhaupt die Tatsache, dass ich allein bin und bei jeglicher Krankheit die Kinder betreuen muss.

Ich möchte und muss gesund und fit bleiben und ich weiß, dass ich ganz viel dafür tun kann. Dann ist zumindest mein Gewissen beruhigt. Ein paar Stunden, und auch diese werden immer länger. Und auch meine Träume, meine Lebensträume, manche nennen es vielleicht auch Verrücktheiten, werde ich jetzt erfüllen. Denn was ich auch gelernt habe ist, dass „man am Schluss nie das bereut, was man getan hat, sondern das was man nicht getan hat!“ Simpel, aber das trifft so sehr und das sollte jeder mitnehmen. Sobald man krank ist, merkt man, wie endlich das Leben ist, und das jeder Tag bei Gesundheit ein wertvolles Geschenk ist. Nicht nur mein Leben, auch das meiner Familie, meiner Freunde. Und das unsere Leben so toll ist, der Frieden und der Wohlstand in dem wir leben.

So und jetzt aber zurück zum Praxisteil 😉 Viel Freude beim nachkochen, nachmachen oder lesen!

An Guaden!