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Faszination griechische Pommes – und über Olivenöl und Acrylamid

griechische Pommes

Gut, Pommes sind nicht gerade die erste Speise, welche ich mit Griechenland in Verbindung bringe. Aber ich war total fasziniert von den Pommes, die wir in Astros auf dem Peloponnes von unserem Stammlokal „Batis“ bekommen haben.

Restaurant Batis Griechenland

Unsere Kinder haben einen sehr einseitigen Geschmack, sie bestellen meist nur Pommes und Limo. So auch an unserem ersten Abend im „Batis“. Total aufgedreht von der ganzen Reise haben sie gleich mal den armen Besitzer angeschrien: „Ich will Pommes und Limo!“. Der, noch eher in Siesta-Stimmung (es war erst 18 Uhr Abends und da geht halt kein normaler Mensch essen in Griechenland), macht sich also mit seiner Schüssel voll Kartoffeln auf in die Küche. Oh Mann, dachte ich, das kann ja jetzt dauern bis die Pommes fertig sind. Inzwischen nahmen die Kinder das Restaurant auseinander.

Aber, suprise, suprise, die Pommes kamen pünktlich, als wir alles wieder aufgeräumt und die Kinder etwas beruhigt hatten, auf den Tisch. Leckere, goldbraune, duftende Pommes! Und geschmeckt haben die! Unglaublich! Das wollte ich auch machen.

Griechische Pommes

Und ich habe es gemacht! Ist auch ganz einfach. Man nimmt Kartoffeln (in meinem Fall festkochende denn momentan gibt es keine anderen bei uns), eine große Pfanne und viel Olivenöl.

Olivenöl

Olivenöl darf recht hoch erhitzt werden da es viele einfach ungesättigte Fettsäuren sowie Antioxidantien enthält.  Die richtige Temperatur zum Frittieren ist erreicht, wenn an einem Holzkochlöffel, den man in das Öl taucht, Bläschen hochsteigen.  Eine Temperatur von 160°C reicht völlig aus zum frittieren. Rauchen soll das Öl auf keinen Fall, aber das gilt für jedes Öl!

Also keine Scheu, Olivenöl zum Braten oder zum Frittieren zu benutzen!

Acrylamid

Bekannterweise ist Acrylamid ein krebserregender Stoff der sich vor allem bei der Zubereitung von Kartoffel- und Getreideprodukten bei hohen Temperaturen entwickelt. Betroffen sind Lebensmittel wie Brot, Cornflakes, Knäckebrot, Zwieback, Kekse, Lebkuchen und vor allem Chips und Pommes.

Acrylamid schädigt die DNA. Das ist seit Jahren wissenschaftlich nachgewiesen (in Vitro, also im Labor, nicht am Menschen). Wie genau sich das aber im menschlichen Körper auswirkt, ist zwar in einigen Studien nachgewiesen aber man ist noch nicht sicher, ab welchen Dosen es gefährlich wird.

Man kann auf jeden Fall sagen, je weniger, desto besser. Das ist vor allem bei Kindern wichtig, da sie viel kleiner sind als Erwachsene. Das bedeutet im Klartext – sowenig wie möglich Frittiertes und Chips!

Vor allem bei Temperaturen ab 180°C werden die Höchstmengen an Acrylamid in z.B. Pommes gefunden. Tja, und was heißt das jetzt für meine tollen griechischen Pommes?

  1. Das Öl nicht zu heiß erhitzen! Wer sich nicht sicher ist, kann ein Fett Thermometer benutzen, 160°C reichen aus. Auf keinen Fall darf das Öl Rauch bilden!
  2. Nicht zu oft Pommes und schon gar nicht Chips verzehren! Vor allem Kinder nicht.
  3. Auf den Bräunungsgrad achten, je brauner desto mehr Acrylamid ist enthalten.
  4. Dickere Pommes bevorzugen, im Verhältnis isst man dabei weniger gebräunte Randschicht (in der viel Acrylamid enthalten ist) als Kartoffel.

Ich habe noch nicht mehr über Acrylamid gefunden und dabei dachte ich, ich hätte gelesen, dass es einen sogenannten Gegenspieler in Lebensmitteln gibt, der die Wirkung abschwächt. Oder hat das schon mal jemand gehört, bzw. gelesen?

Da die größte Aufnahmequelle von Acrylamid vor allem bei Chips liegt, mache ich mir aber keine Sorgen, wir essen keine Chips. Und beim Pommesmachen einfach auf den Bräunungsgrad achten und nicht jeden Tag Pommes essen (gleiches gilt übrigens auch für Bratkartoffel oder Rösti).

griechische Pommes

Ich finde es auch etwas besonderes, diese Pommes zuzubereiten. Leider stört mich das viele übrige Olivenöl. Ich verwende meist recht teures Olivenöl. Das ist zwar gesund, aber eben auch teuer. Und ob ich den Rest wiederverwenden darf, weiß ich ehrlich gesagt (noch) nicht.

Und jetzt, trotz der Acrylamid-Geschichte, lasst Euch diese leckeren, schnell gemachten Pommes schmecken. Sie sind was besonders, das Aroma von Olivenöl und Oregano steht für Sommer und Urlaub!

griechische Pommes
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Griechische Pommes
Vorbereitung
10 Min.
Zubereitung
15 Min.
Arbeitszeit
25 Min.
 
Portionen: 2
Zutaten
  • 3 Kartoffeln, groß
  • Olivenöl
  • Salz, Oregano
Anleitung
  1. Die Kartoffeln schälen und vierteln oder achteln (je nachdem wie dick man sie möchte)

  2. Das Olivenöl in eine Pfanne geben und zwar ca. 1 cm hoch. Die Pfanne erhitzen und darauf achten, dass das Öl nicht raucht!

  3. Wenn das Öl heiß genug ist, die Kartoffeln in das Öl geben, schön nacheinander. 

  4. Die Kartoffeln solange im Öl frittieren, bis sie goldbraun sind. 

  5. Mit Oregano und Salz würzen.

An Guaden!

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2 Kommentare

  1. Katrin sagt

    Total interessant! Und ich hab bisher nicht mal mit Olivenöl gebraten! Ich würde mich über einen Öl Blogartikel total freuen! Ich kenn mich gar nicht so schlecht mit Nahrungsmitteln aus, aber die Sache mit dem Öl verwirrt mich sehr. Deshalb gibt’s bei mir zum Braten nur Rapsöl, halt raffiniert, das unraffinierte ist ja wieder nicht zum Erhitzen geeignet, und ich bin mir sicher, dass das nicht wirklich die gesündeste Alternative ist! Aber worauf muss ich beim Ölkauf eigentlich achten? Würd mich sehr freuen, wenn du das noch mal genauer erklären könntest!

    • Alexandra sagt

      Hallo! Ja, ich bin gerade dabei, einen Blogartikel zu schreiben. Das Thema ist wirklich interessant! Und gut dass Du mich wieder daran erinnerst 🙂
      Viele Grüße!

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