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Im Zuckerkoma durch den Advent?! Tipps einer Mutter und Rezept für einen zuckerfreien Schoko-Weihnachtstrunk

JA, ich bin in Bezug auf Süßigkeiten empfindlich, da ich mich sehr mit Ernährung beschäftige…vor allem mit dem Zuckerkonsum in Bezug auf Prävention gegen Krebs. Ja, ich weiß, es ist vielleicht übertrieben, weil Weihnachtszeit ist nur einmal im Jahr und es ist bekanntlich noch keiner an „Advent“ gestorben.

Trotzdem nervt mich dieser ewige Süßigkeitenwahn, sei es durch Kalender, Plätzchen, Lebkuchen, Nikolaustag, Adventsmarkt, Omas etc… es hört nicht auf. Vor allem Kinder hören nicht auf. Die hören einfach nicht auf Süßes zu essen, niemals! Lieber wird Mittag- und Abendessen gestrichen (bei uns gibt es eh nie was gscheites, nur Gemüse, bäh), und zwischendrin wird der Insulinspiegel so richtig hochgetrieben.

Zucker im Advent

Auch wenn die Kinder noch klein sind und sich Gott sei Dank viel Bewegen, möchte ich nicht, dass sie lernen, Süßes ist etwas alltägliches oder kann sogar eine Mahlzeit ersetzen (das lasse ich natürlich nicht zu, aber es kam schon vor, dass keiner Hunger hatte zu Mittag, denn es gab bereits Kuchen von einem Geburtstagskind im Kindergarten. Na gut, ok, vielleicht später. Später aber waren wir dann bei Freunden und man darf raten was es dort gab. Nein, ich habe nicht extra unsere Reste vom Mittagessen eingepackt und sie denn Kindern vorgesetzt. So Sachen passieren. Und so Sachen merken sich Kinder, auch wenn sie sonst ein Hirn wie ein Sieb haben:-)). Ich bin normalerweise sowieso nicht so rigoros, dass sie gar nichts bekommen. So lernen sie auch nicht die Realität kennen. Aber ich möchte, dass sie Süßes als etwas besonderes verstehen und genießen. Und nicht zusätzlich den ganzen Tag unter Zucker durch Haus laufen wie eine Horde Irrer!

Später werden sie es hoffentlich besser verstehen, dass es echt wichtig ist, seinen Insulinspiegel nicht dauernd auf hochtouren zu haben. Erstensmal bedeutet ein erhöhter Insulinspiegel meist, dass man zusätzlich noch Übergewicht hat. Was das bedeutet, habe ich in meinem letzen Beitrag über Bewegung erwähnt. Auch das Insulin ein Wachstumshormon ist, das ein günstiges Klima für Krebszellen, bzw. deren Wachstum schafft. Von Diabetes Typ II brauch ich erst gar nicht anfangen, wir haben verstanden oder?

Hier habe ich mal ein paar Tipps von unserem Alltag, wie ich versuche allen Versuchungen, auch die ich nicht beeinflussen kann entgegenzusteuern.

Tipps aus meinem Alltag für Kinder von 1-6 Jahren

1. Schokogeschenke von Verwandten, Nikoläusen und Weihnachtsmännern.

Verschwinden erst mal nachdem man sich was ausgesucht hat. Dann bleiben sie solange verschwunden bis sie von selbst in den Müll wandern 🙂

Funktioniert aber echt nur bei kleineren Kindern. Zumindest bei meinen Kindern ist es so,aus den Augen aus dem Sinn! Super Tipp, oder?

2. Gute Schoki, schlechte Schoki

Na gut, alles werf ich nicht weg. Aber die Schokolade von billigen Nikoläusen z. B., die schon so komisch riecht, wie billiges Fett und schlechte Schokolade, die MUSS weg. Oder auch Zeugs, das nur aus Fett, Zucker, Farb- und/oder Aromastoffen bestehen, die MUSS noch mehr weg. Reine Milchschokolade oder auch Zartibtter dürfen meine Kinder gern essen. Ich bin der Meinung sie sollten lernen, was gutes Zeug ist und was nur süß und billig ist. In meinem Rezept für Weihnachtsmandeln (kommt noch) verwende ich nur beste Zartbitterschokolade oder übrige Weihnachtsmänner und Kakaopulver, alles mit relativ wenig Zucker, aber mit den guten Inhaltsstoffen der Schokolade, die ja durchaus vorhanden sind. Genießen sollen sie lernen, die Rotzlöffel 😉

Meine Lieblingsschokolade

Meine Lieblingsschokolade von Domori

3. Plätzchenbacken auf ein Minimum reduzieren.

Ja, ich weiß, super Tipp und ich rede mich da leicht, da ich a) nicht so gern süß esse und b) meine Kinder noch keine Plätzchen Eskapaden mitgemacht haben und demnach nicht danach fragen. Ich backe nur ein bis zwei Sorten Kekse, die nicht soo süß sind und davon nur je ein Blech. Meistens bekommt man ja eh von hochmotiverten Bäcker/innen die 300 verschiedene Sorten backen (nicht falsch verstehen, die haben alle meinen vollen Respekt!!) etwas geschenkt. Bei uns geht es rein darum, mit den Kindern zu backen, weil es Spaß macht. Und ich kann den Süße-Grad selbst bestimmen.

In den nächsten Tagen zeige ich Euch unser liebstes Rezept für dieses Jahr, Zimtsterne waren unser letzjähriges. Und hier bei der lieben Veronika von „Carrotsforclaire“ gibt es Unmengen von tollen Rezepten oder auch von der tollen Eva von „Individualisten“, die hat ein ganzes E-Book! An Ideen solls nicht fehlen 🙂

Alternativ sind auch Waffeln eine Alternative mit frischem Apfelmus z. B. Das ist auch backen, die Kinder können mithelfen, es ist mäßig gesüßt, aber macht satt, falls man draußen war und echten Hunger hat. Agnes von „Glückstopf“ hat da ebenfalls ein tolles Rezept für leckere Waffeln.

3. Knete selber machen.

Apropos mit Kindern backen. Das ist ja doch öfters eine Mordsauerei. Oder die essen den ganzen Teig schon vorher. Oder stechen alles falsch aus. Oder oder oder….meine Geduld hält sich da ja leider meist in Grenzen. In solchen Fällen, mache ich Ihnen einfach Knete selbst. Mein immerwährendes Rezept ist folgendes:

400g Mehl, 130g Salz, 2 EL Zitronensäure vermischen. Mit 400 ml kochendem Wasser übergießen und schnell zu einem Teig kneten (mit einem Handrührer versteht sich). Wenn der Teig homogen ist mit 4-6 EL Öl geschmeidig kneten. Fertig! Und der ist super, schaut aus wie Teig, man kann ihn aber stundenlang malträtieren und er hält ewig. Meinen Kinder reicht das an austoben in der Küche.

4. Ich backe lieber salziges Gebäck aka Semmeln

Das ist ebenfalls ein Spaß mit den Kindern, sie essen es gern, weil sie es selbst gemacht haben. Nächste Woche zeige ich Euch auch ein tolles Rezept dazu! Und man kann das Gebäck süß oder salzig belegen. Und hat auch gleich was für die Jause oder das Abendbrot.

4. Maronis oder Nüße

Ich liebe Maronis! Die sind auch ein toller gesunder Snack für den Nachmittag, sie enthält viele Mineralien und auch Vitamne.  Und die Kinder sind beschäftigt. Wenn man wie ich nicht weiß wie man die Dinger von der lästigen Haut befreit. Weiß das jemand? Für Tipps bin ich gern zu haben!

Auch Nüße knacke meine Kinder gern, Erdnüsse, Walnüsse, das macht Spaß und ist wirklich gesund!

Gegen das Zuckerkoma

5. Aufgeben, futtern lassen.

DER Tipp ever. Mach ich manchmal. Aber meist mit Beachtung von Tipp Nr. 2. Also nur das gute Zeug 🙂 Und dann: raus gehen, toben, Blutzuckerspiegel wieder in Normalzustand bringen!

Schoko-Weihnachtstrunk

6. Weihnachts-Schokoladen-Trunk

Wenn man richtig lange draußen im Kalten war, hat man sich doch ab und an wirklich einen heiße Schokolade verdient oder? Um das Ganze etwas gesünder zu gestalten, habe ich Mandelmilch, die ist reich an guten Fetten und Mineralstoffen, mit Datteln gesüßt, ebenfall mineralstoffreich und nährend und gutem Kakaopulver zum Schoko-Trunk ernannt. Meine Kinder lieben das! Es schmeckt süß, reichhaltig und Schokoladig, es ist aber mehr an guten Nährstoffe drin als Kaba mit Milch. Hier das Rezept:

Schoko-Trunk
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Weihnachts-Schoko-Trunk
Portionen: 2 Portionen
Zutaten
  • 300 ml Wasser
  • 4 Datteln (ca. 30g) weich
  • 2 EL Mandelmus (ca. 30g)
  • 2 TL gutes Kakaopulver
  • Zimt, Muskat
Anleitung
  1. Im Thermomix alle Zutaten bei 80°C/Stufe 1/5 Minuten erwärmen.

  2. Dann alles auf Stufe 10/1 Minute mixen. 

Ohne Thermomix
  1. Das Wasser erhitzen, alle Zutaten hinzufügen.

  2. Mit einem Stabmixer gut pürieren. 

An Guaden!

 

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