Herzhaftes, Kochen mit Ölen & Fetten
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Krautfleckerl

Krautfleckerl

Ich bin ja doch immer wieder erstaunt, wie gut doch einfaches Essen ist. Muss man sich mal vorstellen, Nudeln und Weißkraut, fertig! Und es schmeckt echt sooo lecker, wenn man es so gut macht wie ich 🙂

Und es geht ganz fix, ich schwör. Ich weiß sowas, da ich meist total verplant um kurz vor 12 in der Küche stehe, auf meinen Wochenplan schau, und dort steht : Spätzle. Toll, und weiter? Ich hab gar nix da für eine Sauce?! Und die dauern viel zu lang, mist. Ich muss auch jetzt los die Kinder vom Bus holen, noch mehr Mist. Ok. Kinder sind daheim, ich kann ja mal fragen was sie wollen. Nudeln? Ok. aber ich habe Brokkoli eingefroren, vielleicht doch lieber Reis mit Brokkoli und weißer Sauce? Ja? Prima.

Blick in die Speisekammer und ich sehe die Fleckerl. Mein Hirn arbeitet kurz, aber nur kurz! Dann, entsinne ich mich, doch mal Krautfleckerl in Planung gehabt zu haben….mit dem Krautkopf der schon seit 2 Wochen kühl und dunkel in der Speisekammer lagert.

Ok, ist ja Lagerkraut. Ihm gehts noch ganz gut. Schnell das Kochbuch hervorgekramt. Prima, das Rezept ist nicht allzu aufwendig. Und ich habe es ja durchaus schon oft gemacht.

Also meine lieben Kinder ,wie wärs mit Nudeln und Brokkoli? Nein, Mama ist nicht verwirrt. Oder?

Egal, Zwiebel, Kohl und Knoblauch geschnitten und geschmort. Nudeln fertig. Foto gemacht und hob, am Abend schon am Blog. Der erste Beitrag, der an einem Tag fertig war.

Sieht man die Test-Krautfleckerl in den letzten Jahren und die Probefotos mal ab.

Aber mal ehrlich, wer hat schöne Fotos von Krautfleckerl, die sind sowas von unfotogen (deshalb sind die heutigen auch nicht besser, aber who cares? :-))

Und man kann die auch übrigens aufwendig machen. Die Fleckerl z. B. selbst machen. Hab ich auch schon mal, aus Buchweizen, die passten wunderbar zu dem eher süßlichen Kraut. Aber die Fleckerl waren eine Foto-Katastrophe. Weil ich erstens nicht messen kann und zweitens faul bin. Eigentlich bin ich immer im Stress, weil mindestens ein Kind immer dann aufs Klo muss/in die Hose gemacht hat oder Hunger hat SOFORT, oder Durst oder ein Glas umwirft. Kennt Ihr das? Da klappt kein 5-Gänge Sterne Menu nebenbei. Ergo auch keine 2 cm langen, quadratischen Fleckerl.

Fleckerl

Und ich habe mich bemüht ja wirklich, mein Mind neu zu seten, aber ich brachte es nicht über mich, nochmals stundelang fleckerl zu schneiden. Nein, sorry. Auch wenn die selbstgemachten unglaublich lecker sind. Aber das dürfen gern meine Kinder mal übernehmen, wenn die lesen und messen können.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen, ich habe Vollkornfleckerl verwendet, die enthalten gute Ballaststoffe und machen satt. Schmeckt man auch null raus, da das Kraut super gewürzt ist.

Weißkraut ist ja bekanntlich das heimisch Superfood des Winters, voller Vitamine, Ballaststoffe und zu einem fairen Preis, regional zu erhalten. Erzähl mir einer nochmal was von Chia-Goji-Beeren-Mampf. Das hier ist übrigens auch vegan, ganz klassisch, ohne Fleischersatzprodukte.

Noch ein paar Worte zum Leinöl. Ich verwende momentan viele verschiedene Öle in meiner Küche , um zu testen wie sie passen und auch damit wir mehr gute Fettsäuren aufnehmen. Ich  geben gern zum Schluss auf dem Teller noch 1 TL Öl über das Gericht, bei diesem Rezept schmeckt das Leinöl nicht so raus. Sollte es übrigens nie, falls ein penetranter, unangenehmer Geruch festzustellen ist, das Öl lieber für die Möbel verwenden. Frisches Leinöl ist mild und vielleicht etwas bitter. Aber niemals unangenehm.

Krautfleckerl
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Krautfleckerl
Portionen: 2 Portionen
Zutaten
  • 100 g Fleckerl
  • 1/2 Kopf Weißkraut
  • 1 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Kümmel gemörsert
  • 1 EL Majoran getrocknet
  • 2 TL Leinöl
  • 150 ml Wasser oder Gemüsebrühe
Anleitung
  1. DIe Fleckerl in Salzwasser nach Packunganleitung bissfest garen. 

  2. Währenddessen das Kraut in kleine Rauten schneiden. 

  3. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls klein würfeln. 

  4. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Kraut, Zwiebeln und Knoblauch darin ein paar Minuten rösten. Den Zucker darüberstreuen und unter Rühren karamellisieren lassen (oder zumindest nicht anbrennen lassen :-))

  5. Mit Salz, Majoran und Kümmel würzen. Das Wasser angießen und ca 5 Minuten köcheln, das Kraut darf ruhig noch bissfest sein. 

  6. Wenn die Flüssigkeit fast ganz verdampft ist, die Nudeln unterheben und gut durchrühren. Mit Leinöl würzen.

  7. Nach Belieben mit Sauerrahm verfeinern.

Anmerkung
  • Als Flüssigkeit kann auch das Nudelwasser hergenommen werden. Dann aber nicht mehr salzen. Das nennt man Restverwertung 🙂
  • Leinöl ist eine super Omega-3-Quelle und passt hier auch wunderbar dazu!

An Guaden!

 

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