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Notiz an mich: Fuck you „to do“

Notiz an mich

Notiz an mich: Mein letzter Beitrag ist nun schon wieder ärgerlicherweise einen Monat her!

In der Zwischenzeit waren wir zwar im Urlaub und ich bin krank geworden. Dadurch kann  ich leider nichts blogtaugliches kochen kann, da ich nichts schmecke. Ja und schlecht geht’s mir auch.

Trotzdem habe ich das Gefühl, nichts zu schaffen. Meine to-do Liste ist länger als die Chinesische Mauer. Ich müsste kochen und Rezepte erstellen, was doch eh nicht so schwer sein kann, da ich gefühlte 5 mal am Tag koche. Dazu noch ein paar Fotos schießen, kein Thema oder? Ich bin ja kein professioneller Fotograf sondern nur Hausfrauen-Laie. Also Kamera drauf und gut is.

Dann Beiträge schreiben, meist fällt mir doch eh was ein. Und ich habe gerade ein neues Projekt, bezüglich meiner beruflichen Zukunft, das läuft fast allein, nur ein paar Termine sind da fällig. Müsst ich doch schaffen, wenn ich eh 7 Tage die Woche zu Hause bin und nix zu tun habe, oder?

Und trotzdem, ich krieg nix auf die Reihe. Ich koche zwar, dann vergesse ich aber alles aufzuschreiben. Oder zu fotografieren. Oder mir fehlen Zutaten. Oder Rezepte 🙂

Notiz an mich

Und in all dem Gewusel, schlechtem Gewissen und genervt sein, erhalte ich eine Email, mit dem Titel:

„Woher nimmst Du die Zeit?“ – Die Antwort auf eine brennende Frage

Yes, genau mein Thema, ich will wissen, wo mehr herzukriegen Zeit ist, also los…

Schöner Artikel übrigens, von Carinna von um180grad.de. Es geht in dem Beitrag darum, welche Prioritäten man hat, und wenn nun mal Netflix dazugehört, hat auch das seine zeitliche Berechtigung.

Ok, mal überlegen, meine Prioritäten, eigentlich der Blog und meine berufliche Zukunft, oder? Immerhin will ich nicht nur Hausfrau sein und muss auch Geld für meine kleine Familie verdienen. Sonst geht ja keiner Arbeiten, denn Kinderarbeit wurde nun mal verboten.

Ich sitze gerade (das erste Mal) an diesem Beitrag, nachdem ich ca. 1 Stunde mit meinem Jüngsten im Bett lag, da er nicht einschlafen konnte und ich dann aus Versehen auch kurz, ganz kurz eingeschlafen bin. Dann habe ich eine 3/4 Stunde eine Lasagne gemacht, da meine beiden Älteren sich eine „Salagne“ gewünscht haben, heute früh beide ganz weinerlich waren und ich ihnen eine Freude machen wollte.

Notiz an mich

Jetzt brät die Lasagne im Ofen und ich kann kurz schreiben, bis es klingelt und die beiden nach Hause kommen und erst mal ihre super wichtigen Stories vom Kindergarten loswerden müssen.

Welche Priorität ist hier wohl ersichtlich?

Ok ich gebs zu, ich liebe meine Kinder und mein allergrößter Wunsch ist es, sie glücklich zu machen und später mal nicht im Altenheim landen zu müssen,also Kinder sind erste Priorität. 🙂

Meine Kinder sind definitiv nicht der einzige Grund meines Daseins, aber ich liebe es, sie früh morgens zu wecken und jedem ein paar Schmuse-Einheiten zu schenken, als guten Start in den Tag. Ich liebe es meinen Jüngsten noch mittags ins Bett zu bringen und die halbe Stunde mit ihm zu kuscheln. Und wenn er von allein aufwacht und nochmal bei mir kuscheln muss um richtig wach zu werden.

Ich bin absolut keine Bastel- oder Spielemama, aber ich baue für meine Kinder Höhlen, Dschungel, oder Tierparks egal ob im Haus oder auf der Terrasse. Ich mach ihnen alle Mahlzeiten selbst, auch wenn es die siebte am Tag ist (na ja, ich rede hier vom Apfelaufschneiden oder Joghurt in eine Schüssel geben).

Dann verbringe ich momentan alle Abende damit, etwas für mich zu tun. Da ich eine zeitlang mit dem Schlafen und dem Alkohol zu kämpfen hatte (darauf gehe ich ein andermal ein), nehme ich mir bewusst die Auszeit wenn die Kinder schlafen um Sport zu machen, zu meditieren oder einfach einen Film zu schauen.

Ich muss das machen, ich schaffe es nicht von den 16 Stunden, die ich am Tag habe, alle durchzuarbeiten. Egal ob es Haushalt, Kindererziehung oder Blog ist. Zwei Stunden gehören mir und der Rest meinem Körper für Schlaf. Auch der ist wichtig. Also, ist wohl die nächste Priorität: ich!

Notiz an mich

Und da ich heute gut drauf war, habe ich noch eine ganz tollen Artikel gelesen, von der Veronika von „Carrots for Claire“ über das richtige Mindset.     

 

Auch ich werde ab jetzt mein Mindset bezüglich meiner Prioritäten ändern:

von: „ich muss Arbeit als 1. Priorität haben – ich muss mehr schaffen – die Kinder nerven ständig – was wollen die eigentlich immer von mir? – können die nicht woanders hingehen? – ich muss alles allein machen – etc….“

Zu: „ich habe 3 gesunde Kinder – wir erleben gerade durch die schwierige Zeit ohne Papa ganz neue Gefühle füreinander und einen enormen Zusammenhalt,  die Kinder sind jetzt schon eine große Hilfe, obwohl sie so klein sind (6, 4, 2 Jahre) – ich darf (noch) zu Hause bleiben und meinen Kindern alle Zeit der Welt geben um für sie da zu sein, auch damit sie lernen, ohne Papa zu leben – ich bin kein seelisches Wrack auch nach dem Tod meines Mannes, sondern kann nach vorne blicken – ich darf arbeiten, ich darf einen Blog schreiben, weil es mir Spaß macht 🙂

Notiz an mich

Gut, jetzt habe ich die wichtigsten Prioritäten, wobei natürlich meine Familie und Freunde nicht fehlen dürfen. Mein Mind ist neu gesettet, das Wetter ist wunderschön, heute ist zwar der dritte Tag, an dem ich diesen Beitrag bearbeite, aber hey, egal.

Also, nochmal Notiz an mich:

  1. Priorität: Kinder
  2. Priorität: Ich
  3. Priorität: Familie & Freunde
  4. Priorität: Essen
  5. Priorität: Fuck you to all the rest ….nein, schon wieder so negativ: Have Fun! Look on the bride side of life 🙂

Und zu guter  Letzt:

An Guaden!

Nach dem Verweilen darfst Du teilen:

2 Kommentare

  1. Katrin sagt

    Meine Liebe,
    ich bewundere dich so! Woher du die ganze Kraft nimmst! Ich bin zwar unter der Woche auch alleinerziehend, doch habe ich am Wochenende Unterstützung von meinem Mann, und auch unter der Woche weiß ich dass er nur einen Telefonanruf weg ist. Dennoch bin ich jeden Tag so fertig, dass ich abends zu nichts mehr fähig bin und einfach tot müde ins Bett falle, ohne Block und sonstigen. Aus Angst ich würde eh nur jammern vermeide ich Telefonate und Treffen mit der Außenwelt! Und wenn ich Deinen Beitrag lese, schäme ich mich dafür, dass ich nichts auf die Reihe bring! Ich kann dir nur sagen Hut ab! Für mich bist du die Größte! Und ich werd meine Zähne zusammenbeißen und zum Telefonhörer greifen und dich anrufen! Das steht ab heute auf meiner Prioritätenliste! Ich nehm mir ein Beispiel an dir! Fühl dich gedrückt, Deine Katrin

    • Alexandra sagt

      Ach Katrin, danke! Und ich will auf keinen Fall, dass Du ein schlechtes Gewissen hast, nichts auf die Reihe zu bringen. Ich will eigentlich sagen, dass wir alle so viel schaffen. Die Prioritäten in meinem Kopf waren nur falsch eingestellt. Du schaffst auch ganz viel, viel mehr als ich und viel mehr als die meisten anderen. Deine Familie ist sehr stolz auf Dich und Deine Söhne werden bestimmt auch mal stolz sagen, dass ihre Mama alles kann 😉

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